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Pfarrer in Burgsolms und Oberndorf

Zur Pfarrei Burgsolms gehören Burgsolms, als Pfarrort und Oberndorf nebst der Oberndorfer Hütte als Filal.

Im 14. Jahrhundert war es umgekehrt; in Oberndorf, dem alten Sulmisheim, war die Mutter, und in Burgsolms die Filialkirche.

Schon zu Zeiten Carls des Großen wurde die Kirche zu Oberndorf ans Kloster Lorsch verschenkt 2), und in einer Urkunde beim Gudenus 3) vom J. 1232 erscheint zu Solms (Oberndorf) ein Pleban 4), namens Carsilius.

Um die Schloßkirche zu Burgsolms zur Mutterkirche zu erheben, ließ, wie wir bereits bemerkt haben, Graf Heinrich zu Solms-Braunfels, genannt Spanheim, im J. 1310 den Taufstein aus der alten Mutterkirche zu Obersolms (Oberndorf) nach Burgsolms bringen., welchen Eingriff in die bischöflichen Rechte der Erzbischof von Trier mit dem Bannstrahl ahndete.

Späterhin, und wahrscheinlich erst zur Zeit der Reformation, wurde Burgsolms zum Pfarrort erhoben, und Oberndorf musste sich gefallen lassen, der Filialort zu werden.

Die Collatur 5) gehört dem Fürsten von Solms-Braunfels.

In Ermangelung von archivalischen Nachrichten können wir auch hier nicht alle Pfarrer seit der Reformation angeben. Diejenigen, welche ich gefunden habe, sind folgende:

Nr.

Von
Bis

Bild

Name

Information            

1
B+O

1549


ROSARIUS
Heinrich

Erster evangelischer Pfarrer
[Rosarius=Rosenkranz]


2
B+O

1570


MENGES
Matthäus



3
B+O

1642
bis
1673


FABER
Peter



4
B+O

1674
bis
1700


WINTER
Stephan



5
B+O

1700
bis
1741


PFAFF
Johann Wilhelm Ludwig

† 03.01.1741


6
B+O

1741
bis
1765



BINGEL
Johann Valentin

* 21.03.1709 Kröffelbach.
In seinem Geburtsort war sein Vater Reinhard Gottfried Bingel damals Pfarrer.
Er lebte von 1730 bis 1738 als zweiter Pfarrer in Braunfels,
von 1738 bis 1740 als Pfarrer in Ulm,
von 1740 bis 1741 in Kölschhausen,
von 1741 bis 1765 in Burgsolms, und
von 1765 in Oberwetz.
† 01.05.1777


7
B+O

1765
bis
1778


CAPS
Philipp Jacob

Seit 1723 Pfarrer in Greifenstein und seit
1738 Adjunct seines Vater und nach dessen Tode am
19.03.1740 ordentlicher Pfarrer in Oberbiel.
Im Jahr 1765 zog derselbe nach Burgsolms und starb  den 27.12.1778, im 85. Lebensjahr
† 27.12.1778 Burgsolms


8
B+O



BINGEL
Wilhelm Gottfried Hermann

* 1746 Langsdorf (Lich)
bis 1779 zweiter Pfarrer in Braunfels.
09.09.1779 Brufung nach Burgsolms.
†  22.05.1824


9
B+O

1824
bis
1828


WETZ
Ludwig Jacob

* 14.06.1777 in Obbornhofen
In seinem Geburtsort war sein Vater damals Pfarrer und wurde 1779 Pfarrer in Biskirchen. Nachdem er einige Jahre Adjunct seines Vaters in Biskirchen gewesen war, erhielt er, nach dessen im Jahr 1807 erfolgten Tode die dasige Pfarrei und zog im Jahr 1824 hierher nach Burgsolms.
Er starb als Pfarrer und Kirchenrath.
† 08.12.1828


10
B+O

1829


BINGEL
Heinrich Wilhelm Gottfried

Sohn von No 8.
* 27.01.1790 Burgsolms
Studierte in Marburg.
1824 Berufung nach Biskirchen
1829 Berufung nach Burgsolms


11
B+O

1842
bis
1877

REINHARD
Philipp Friedrich

* 1804 in Neuwied
1829-1831 Zweiter Pfarrer in Braunfels. Anschließend Pfarrer in Kölschhausen.


12
B+O

1878
bis
1898

VÖLCKER
Gottfried

* 1828 Oberquembach


13
B+O

1899
bis 1930

FUCHS
Johann August

* 1866 Jülich


14
B+O

1931
bis 1963

GOEBEL
Theodor

* 1903 Betzdorf


15

1964
bis 1971

FABER
Jürgen

* 1934 Duisburg


16

1972
bis 1981

FOBBE
Christian

* 1915 in Duisburg


17

1982
bis 2003

KÖLLER
Dorothea

* 1952 in Düsseldorf
1982-1983 Pastorin im Hilfsdienst
1983-2003 Pfarrerin


18

2003
bis
2006

PERKO
Michael

* 1973 in Dortmund
2003-2006 Pfarrer zur Anstellung
seit 2006 Pfarrer


18

2003
bis
2006





PERKO
Michael

* 1973 in Dortmund
2003-2006 Pfarrer zur Anstellung
seit 2006 Pfarrer



































































1)   Der Kreis Wetzlar: historisch, statistisch und topographisch.
Die Kirchengeschichte des Kreises. Band 3 - Von Friedrich K. Abicht (1837)

2
)   Codex Lauresh. Tom. III. p, 20, 242 et 252.
3)   Codex diplomaticus sive anecdotorum
4)   Pleban war ein Priester, der eine Stelle mit pfarrlichen Rechten (plebes, Pfarrkirche oder Pfründe) tatsächlich besetzte.
5)   Die Kollatur ist das Recht, eine geistliche Stelle zu besetzen sowie eine Pfründe oder ein Stipendium zu vergeben.